„Stoppt den Holocaust in Palästina“ – Mit dieser Geschichtsrevisionistischen Parole zogen am Samstag etwa 120 Personen durch die Strassen Düsseldorf.
Organisiert hatte diesen Marsch nicht wie man zunächst vermuten konnte der Bund der Vertriebenen, sondern die „ Palästinensische Gemeinde Düsseldorf e.V., das Netzwerk „Palästina Rhein Ruhr“. Als Unterstützer traten u.a. „ISM Germany“, die in letzter Zeit Indymedia Deutschland mit Horrorgeschichten aus Gaza und einer Nacht beglückten.
Auf halber Strecke, etwa in Höhe der Düsseldorfer KÖ. war dann Schluss mit der von den Demonstranten geforderten Idee von Frieden und Völkerfreundschaft.
Als sich nämlich Antifas solidarisch mit Israel zeigten, war dies das Startsignal für einen besonders friedensbewegten Menschen. Zunächst entriss er einer jungen Antifaschistin die Fahne Israels, um dann im Anschluss auf sie einzuschlagen. Die Polizei tat sich dabei durch konsequentes Nichtstun besonders hervor und griff erst zu dem Zeitpunkt ein, als der Angriff von den Antifas zurückgeschlagen wurde. Da wunderte es auch nicht mehr, dass der Frauenschläger ohne weiteres wieder zur Demonstration zurück kehren durfte…
Der Abschluss der Demonstration fand in der Düsseldorfer Altstadt statt. Dort im Halbkreis versammelt wurde viel von Opfern, Kinder und Babys, Raketenbeschuss und Holocaust geredet, jedoch ohne einmal das Wort Israel in diesem Zusammenhang zu nennen. Viel mehr wurde der Palästinenser an sich als Opfer per se zelebriert. Kein Wort zur Hamas und ihrem Vernichtungswillen ( http://www.mideastweb.org/hamas.htm) gegenüber Israel, kein Wort über die mehr als 500 Kassam und Katjuscha Raketen, die seit Anfang des Jahres auf Israel niedergingen und dabei nicht nur zahlreiche Personen verletzen, sonder auch tötete. Die durch den Dauerbeschuss besonders gefährdeten Städte Sderot und Aschkalon gleichen mittlerweile Geisterstädten, nahezu 90 Prozent der Kinder leiden unter posttraumatischen Störungen. Alte Menschen die dem Holocaust überlebten, müssen damit rechnen den Vernichtungswillen der HAMAS zum Opfer zu fallen. All das spielte in den Redebeiträgen keine Rolle. Statt dessen wird der Holocaust instrumentalisiert bzw. relativiert und aus Opfern Täter konstruiert.
Das ganze wurde dann noch von linker Seite mit „Aufklebern“ geschmückt, auf denen zu lesen war „ Free Palestine- Boykott Israel“. Mit anderen Worten „Deutsche wehrt euch, kauft nicht bei oder von Juden“.
Nicht das diese Parolen etwa neu wären, oder gar einen Bruch in der Bundesdeutschen Linken darstellt, schließlich sprach die RAF bereits damals schon von
„ Israels Nazi Faschismus“, faschistischen Zionismus“, einer Ausrottungsstrategie Israels gegen das palästinensische Volk“ sowie einer „imperialistischen Endlösung“ (RAF, Die Aktion des „schwarzen September“ in München, S. 159, Die Gefangenen aus der RAF, Erklärung zur Sache, S. 258, 259, 258.)
Es kann dann auch nur noch als Hohn aufgefasst werden, wenn gerade jene vermeintlichen Linken aus dem Protest nicht mehr hinaus kommen, wenn die NPD von Bombenholocaust halluziniert, oder sich auf Bundesdeutschen Strassen wiederfindet, weil der „Freie Widerstand Dortmund“ seine Solidarität mit dem mittlerweile verstorbenen HAMAS Führer Ahmed Yassin oder dem Ausrichter der „Holocaust – Konferenz“ Mahmud Ahmadinedschad, auf die Strasse trägt.
Wir gedenken den 8 ermordeten, sowie den zahlreich verletzten SchülernInnen (im Alter von 15 - 26 Jahre9 der Mercas Harav Schule, die von HAMAS Terroisten niedergemetzelt wurden, weil sie Juden waren.
Gegen jeden Antisemitismus !
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